Magnetresonnanztomographie (MRT)
Synonyme: Kernspintomographie (am. NMR, MRI)
Die Magnetresonnanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie ist ein Untersuchungsverfahren ohne Röntgenstrahlen. Es wird mittels Magnetfeldern durchgeführt. Damit kann man fast alle Körperorgane – außer Lunge – untersuchen, insbesondere ist das MRT für Gelenkuntersuchungen geeignet,
z. B. Knie, Hüften etc.
Zusätzlich können auch Gefäßdarstellungen, sogenannte MR-Angiographien, zum Beispiel von Hals-, Hirn- oder Becken- und Beinarterien durchgeführt werden. Möglich ist auch die dreidimensionale Rekonstruktion des Gallengangsystems. Unser MRT ermöglicht darüber hinaus die Korrektur von Bewegungsfehlern bei unruhigen Patienten (Software „Propeller“). Derzeit ist diese Möglichkeit allerdings noch auf die Kopf-Untersuchungen beschränkt.
Kopf seitlich |
MR Angiographie
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Knie seitlich |
Platzangst
Bei Untersuchungen der Knie- und Sprunggelenke liegen Sie umgekehrt, also mit den Füßen voran, im Gerät, der Kopf befindet sich außerhalb, eine etwaige Platzangst spielt dann keine Rolle. Bei allen anderen Untersuchungen (z.B. des Kopfes oder der Wirbelsäule) liegen Sie mit dem Kopf voran vollständig im Gerät, da nur dort das Magnetfeld die notwendige Homogenität besitzt.
Sollten Sie unter Platzangst leiden, so brauchen Sie sich deshalb nicht zu schämen. Etwa 10% der Patienten sind mehr oder weniger stark davon betroffen. In Fällen, in denen gutes Zureden nicht ausreicht, besteht die Möglichkeit, Ihnen eine Beruhigungstablette zu verabreichen. Beachten Sie aber bitte, dass Sie danach für den Rest des Tages kein Auto mehr fahren dürfen und dass die Tablette eine Stunde lang einwirken muss. Wir bitten Sie daher, uns bei der Terminanmeldung mitzuteilen, ob Sie unter starker Platzangst leiden.
Metallimplantate
MRT- Untersuchungen sind ohne schädliche Nebenwirkungen, vorausgesetzt, Sie haben kein magnetisierbares Metall im Körper. Bei Herzschrittmachern, Neurostimulatoren oder Medikamentenpumpen ist die Untersuchung an unserem leistungsstarken MRT nicht möglich. Bei einer künstlichen Herzklappe sollten Sie sich in dem Krankenhaus, in dem diese eingesetzt wurde, erkundigen, ob diese einer MRT-Untersuchung „bis 1,5 Tesla Feldstärke“ unterzogen werden kann. Bei künstlichen Gelenken und Schrauben, Nägeln, Drähten oder Metallplatten müssen seit der Operation mindestens drei Monate vergangen sein, da diese sonst durch das starke Magnetfeld gelockert werden können